Menü

Erdgas - der umweltschonende Kraftstoff als Alternative zu Benzin und Diesel 

Erdgastankstelle der Ohra Energie

Erdgas kann nicht nur zum Kochen und Heizen, sondern auch als umweltschonender Kraftstoff verwendet werden. Erdgasfahrzeuge leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes, da sie im Vergleich zu Benzinern rund 25 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen. Weiterhin ist Erdgas als Kraftstoff günstig und kostet im Vergleich zu Benzin durchschnittlich nur die Hälfte.

Ohra Energie fördert den Umstieg auf ein Erdgasfahrzeug

Wir fördern die Anschaffung eines neuen Erdgasfahrzeugs bzw. die erstmalige Umrüstung von Benzin auf Erdgas mit einer Einfahrprämie an der Erdgastankstelle in Laucha. Das Tankguthaben beträgt 150 kg, dies entspricht in etwa einer Reichweite von ca. 3.000 km kostenlosem "Erdgasfahrspaß".  

Die Förderung gilt bis auf Widerruf und ist an den Abschluss einer Fördervereinbarung gebunden. Zusätzlich zum Tankguthaben gibt es zur Begrüßung an unserer Erdgastankstelle einen Gutschein für eine Erdgasfahrzeug-Autowäsche.

Fragen und Antworten zum alternativen Kraftstoff Erdgas

Lohnt sich der Umstieg auf Erdgas?

Der geringe Steuersatz für Erdgas ist bis Ende 2018 festgeschrieben. Mit ca. 900 Tankstellen bundesweit ist das Netz dicht geknüpft. Zu den herkömmlichen Kraftstoffen besteht derzeit eine deutliche Preisdifferenz - und die wird die kommenden Jahre eher noch wachsen. Bezogen auf das Energieäquivalent aus einem Kilogramm Erdgas würde das derzeit einem Literpreis beim Benzin von knapp 40 Eurocent und beim Diesel von rund 50 Eurocent gleichkommen. Damit lassen sich die Kraftstoffkosten locker um 50 bis 80 Prozent vermindern! Trotz erhöhter Anschaffungskosten bedeutet dies nicht nur für Vielfahrer eine unter dem Strich lohnende Ersparnis. Und hinzu kommt, dass zur Anschaffung eines Erdgasautos öffentliche Fördergelder in Anspruch genommen werden können.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Leider gibt es keine bundeseinheitliche Regelung. Doch können zum Betrieb eines Erdgasautos eine ganze Reihe von Mitteln aus unterschiedlichen Fördertöpfen beantragt werden. Mit 2.500 bis 5.000 Euro Zuschuss kann man in den Modellregionen Augsburg, Usedom, Bad Harzburg/Werningerode und Hannover rechnen. Ganz unterschiedliche Förderprogramme, von Barzuschüssen bis hin zu - teilweise erheblichen - Gratis-Gasmengen bieten die örtlichen Gasversorgungsunternehmen an. Sie sollten erster Ansprechpartner für Interessenten sein. Fördermöglichkeiten können auch der Erdgas-Hotline 0 18 02/ 23 45 00 erfragt werden. Und die Deutsche Ausgleichsbank kann zinsgünstige Kredite gewähren. (Infoline 02 28/ 83 12 400 ).

Sind Erdgasautos teurer?

Fast immer. Denn selbst dann, wenn nur ein Tanksystem verbaut wird, ist der Druckgasbehälter immer teurer als ein konventioneller Kunststofftank aus der Großserienfertigung. Dennoch werden die derzeitigen Aufpreise für Werksangebote zwischen 2.000 und etwa 4.000 Euro mit größeren Serienstückzahlen sinken. Die hohen Nachrüstpreise erfordern im Vorfeld jedoch eine genaue Kosten/Nutzen-Kalkulation. (Infoline 02 28/ 83 12 400 ).

Kommt man mit Erdgas quer durch Deutschland?

Ja. Mittlerweile ist mit ca. 900 Tankstellen das Netz ausreichend dicht geknüpft. Unter der Internetadresse erdgas-mobil.de wird die Tankstellenliste laufend aktualisiert.

Kann man mit Erdgasautos ins Ausland fahren?

Die geringsten Probleme sind in Norditalien zu erwarten, dort ist ein dichtes Tankstellennetz vorhanden. Allerdings kann man nicht immer mit der genormten NGV-1-Kupplung rechnen. Es empfiehlt sich daher die Mitnahme eines entsprechenden Adapters. Auch in Frankreich kann Erdgas getankt werden, in Nordspanien hat der Aufbau eines Netzes begonnen. Aber wie in Deutschland gilt: Tankstellenverzeichnis mitführen.

Muss die Gasanlage zusätzlich geprüft werden?

Für den Drucktank ist neben der üblichen Hauptuntersuchung eine zusätzliche Prüfung durch den TÜV vorgeschrieben, je nach Bauart im Abstand von drei bis fünf Jahren. Dabei fallen Prüfkosten zwischen 200 und 350 Euro an.

Wie sicher sind Erdgas-Autos?

Von Erdgasautos geht keine erhöhte Gefahr aus, wenn der Gastank professionell verankert ist. Obwohl unter 200 bar Druck stehend, ist der Tank die stabilste Komponente im Auto. Die Sicherheitsprüfung schreibt einen Berstdruck von 600 bar vor - das übersteigt auftretende Crash- und Hitzebelastungen bei weitem. Sicherheitsventile sorgen im Schadensfall zudem für gezieltes Abblasen oder bei Hitzeeinwirkung für Abbrennen.

Darf man mit Erdgasautos in Parkhäuser und Tiefgaragen fahren?

Uneingeschränkt ja. Die Verbotsschilder für "druckgasbetriebene Fahrzeuge" beziehen sich ausschließlich auf Autogas (Propan/Butan, LPG). Dieses Gas ist schwerer als Luft und kann sich bei eventuellen Leckagen am Boden sammeln und ein zündfähiges Gemisch bilden. Erdgas dagegen ist leichter als Luft, steigt beim Entweichen - wie Benzindämpfe auch - nach oben, um sich schnell zu einem ungefährlichen Gemisch zu verdünnen. Da ohnehin eine höhere Zündenergie nötig ist als bei einem Benzin/Luftgemisch, ist das Gefährdungspotenzial eher geringer einzustufen.

Kann man das Erdgas an der heimischen Zapfsäule tanken?

Im Prinzip, ja. Allerdings reicht der Leistungsdruck von einigen Millibar nicht zum Befüllen der CNG-Tanks aus. Das Komprimieren mit Hilfe einer eigenen Füllstation ist zwar möglich, die Investition dafür mit 4.000 bis 8.000 Euro allerdings "happig". Zudem lassen sich solche "fuel-maker" zur Befüllung 6 bis 8 Stunden Zeit.

Was ist monovalenter und was ist bivalenter Betrieb?

Zur Zeit sind Erdgasautos überwiegend bivalent ausgelegt, d.h. der Motor ist ursprünglich auf den Betrieb mit Benzin optimiert. Wird er mit Erdgas betrieben, bedeutet das trotz der geänderten Steuerzeiten der Zündung einen Kompromiss, der mit einem Leistungsverlust von rund 10 Prozent einher geht. Das volle Potenzial des Hochleistungskraftstoffs Erdgas mit einer Oktanzahl von 120 läßt sich aber nur dann ausschöpfen, wenn dies mit höherer Verdichtung genutzt wird. Gleichzeitig sinkt der Verbrauch bei monovalentem Betrieb um rund 10 Prozent.

Welche Reichweiten lassen sich mit einem Erdgasauto erzielen?

Das Volumen üblicher 80-Liter-Gastanks, wie sie zum Beispiel der BMW 316g als Inneneinbau verwendet, fasst etwa die Energiemenge von 25 Liter Benzin - damit kommt man rund 250 Kilometer weit. 300 Kilometer fährt der Fiat Marea mit seinem 88-Liter-Tank. Beim Multipla erlaubt die Unterfluranordnung bereits 450 (Bipower) beziehungsweise 620(Blupower) Erdgas-Kilometer. Der Trend zu reinen, monovalenten Erdgasautos (bei denen die Lage des Tanks schon beim Packaging berücksichtigt wurde) wird die Reichweite von Erdgasautos weiter in die Nähe konventioneller Benzinautos rücken.

Welcher Unterschied besteht zwischen Erdgas und Autogas?

Erdgas besteht überwiegend aus Methan und wird als Compressed Natural Gas (CNG) unter einem Druck von 200 bar im Gastank mitgeführt. Autogas dagegen, ein Gemisch aus Propan und Butan, das als Nebenprodukt bei der Erdölforderung anfällt, lässt sich schon bei einem Druck von etwa 10 bar verflüssigen - daher auch das Kürzel LPG (Liquified Petroleum Gas). Als Auto-Kraftstoff wird LPG etwa unter 20 bar Druck gespeichert. Die unterschiedlichen Stoffeigenschaften erfordern auch eine komplett unterschiedliche Betankungs- und Speichertechnik. Beide Systeme sind daher nicht kompatibel. LPG spielt vor allem in den Niederlanden und sehr begrenzt in Frankreich eine Rolle, in Deutschland ist es praktisch wieder völlig vom Markt verschwunden. Auch Erdgas läßt sich mit zusätzlichem Energieaufwand bei - 160 °C und einem Druck von 2 bar verflüssigen - eine Variante, die vor allem BMW favorisiert, um höhere Reichweiten zu erzielen. Dies bedingt allerdings eine ganz andere Speichertechnik.

Wie lange reichen die Erdgas-Vorräte?

Zumindest so lange wie die Erdöl-Ressourcen. Experten schätzen beim heutigen Verbrauchs- und Preisniveau eine Reichweite von 60 bis 65 Jahren. Knapp die Hälfte der Vorrate lagern in Russland, gut ein Drittel im Bereich der Arabischen Halbinsel, der Rest verteilt sich auf Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Europa. In Ländern wie der Schweiz und Schweden laufen auch Versuche, Erdgas durch Biogas zu ersetzen. Doch ist die Gewinnung von Methan aus Biomasse großtechnisch relativ kostspielig, wäre aber in der globalen CO2-Bilanz neutral.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an: 

Kundenmanagement<br/>Silvana Zink<br/>

Kundenmanagement
Silvana Zink

Tel 03622 621-137

Seite drucken

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Informationen