Was ist Bio-Cng?
Bio-CNG ist komprimiertes Biomethan und damit eine erneuerbare Alternative zu fossilem Erdgas. Es entsteht aus organischen Roh- und Reststoffen und kann nach der Aufbereitung wie herkömmliches CNG als Kraftstoff für Fahrzeuge eingesetzt werden.
Der große Vorteil: Bestehende CNG-Fahrzeuge und die vorhandene Tankinfrastruktur können Bio-CNG nutzen. Eine Umstellung auf eine neue Antriebstechnologie ist dafür nicht notwendig.
Die Vorteile von Bio-CNG auf einen Blick
- Erneuerbar: Bio-CNG wird aus biogenen Roh- und Reststoffen gewonnen.
- Klimaschonend: Je nach Ausgangsstoff und Herstellungsverfahren können die Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen deutlich reduziert werden.
- Bestehende Technik nutzen: CNG-Fahrzeuge können Bio-CNG ohne technische Anpassungen tanken.
- Kreislaufwirtschaft: Bei der Herstellung werden vorhandene Stoffströme sinnvoll weiterverwendet.
- Regionale Wertschöpfung: Die Produktion kann landwirtschaftliche und industrielle Reststoffe in der Region nutzen.
- Bereits heute verfügbar: Bio-CNG kann über die bestehende CNG-Infrastruktur bereitgestellt werden.
Aus Reststoffen wird erneuerbare Energie
Bio-CNG entsteht aus Biomasse. Besonders interessant sind dabei Rest- und Abfallstoffe, die ohnehin anfallen – beispielsweise Gülle, Mist, Bioabfälle oder landwirtschaftliche Reststoffe.
Aus diesen Ausgangsstoffen wird zunächst Biogas gewonnen. Dieses wird anschließend aufbereitet. Dabei werden unerwünschte Bestandteile entfernt und der Methangehalt erhöht.
Das Ergebnis ist Biomethan. Es besitzt ähnliche Eigenschaften wie fossiles Erdgas und kann deshalb für die Mobilität eingesetzt werden.
Durch die anschließende Verdichtung entsteht Bio-CNG – also erneuerbares Gas für Fahrzeuge.
Wie kommt Bio-CNG an die Tankstelle?
Bio-CNG kann auf unterschiedlichen Wegen zur Tankstelle gelangen.
Nach der Aufbereitung wird Biomethan beispielsweise in das bestehende Gasnetz eingespeist. An der Tankstelle wird das Gas verdichtet und als CNG für Fahrzeuge bereitgestellt.
Dabei kann die Bereitstellung bilanziell erfolgen: Die Menge an Biomethan, die in das Gasnetz eingespeist wird, entspricht der Menge, die als Bio-CNG für die Mobilität eingesetzt wird.
Dadurch kann die vorhandene Infrastruktur genutzt werden, ohne für Bio-CNG ein komplett neues Verteilnetz aufbauen zu müssen.
Bio-CNG und Kreislaufwirtschaft
Ein besonderer Vorteil von Bio-CNG liegt in der Verbindung von Energieerzeugung und Kreislaufwirtschaft.
Organische Reststoffe werden nicht einfach entsorgt, sondern können als Ausgangsmaterial für die Produktion von Biomethan dienen. Bei bestimmten Herstellungsverfahren entstehen zusätzlich wertvolle Nebenprodukte, die wieder in andere Wirtschaftskreisläufe zurückgeführt werden können.
So entsteht eine Wertschöpfungskette, bei der vorhandene Ressourcen möglichst umfassend genutzt werden.
Aus Reststoffen wird Energie.
Aus Nebenprodukten entstehen neue Rohstoffe.
Aus erneuerbarem Gas wird klimafreundliche Mobilität.
Bio-CNG im Fahrzeug
Für CNG-Fahrzeuge ist Bio-CNG besonders interessant, weil Biomethan chemisch weitgehend den gleichen Hauptbestandteil wie Erdgas besitzt: Methan.
Das bedeutet: Fahrzeuge, die für CNG ausgelegt sind, können grundsätzlich auch mit Biomethan beziehungsweise Bio-CNG betrieben werden.
Der Wechsel von fossilem CNG zu erneuerbarem Bio-CNG kann damit über die bestehende Fahrzeug- und Tanktechnik erfolgen.
Keine neue Antriebstechnologie.
Keine neue Fahrzeugflotte.
Erneuerbare Energie für die bestehende CNG-Mobilität.
Ein erneuerbarer Kraftstoff für heute
Bio-CNG ist keine Zukunftstechnologie, die erst noch entwickelt werden muss. Die Technologie zur Herstellung von Biomethan ist etabliert und Bio-CNG kann bereits heute für die Mobilität eingesetzt werden.
Damit verbindet Bio-CNG erneuerbare Energie mit einer vorhandenen Infrastruktur und bereits verfügbaren Fahrzeugen.
Für Unternehmen, Kommunen und private Nutzer kann Bio-CNG deshalb eine Möglichkeit sein, den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe im Straßenverkehr unmittelbar zu erhöhen.